„Als junger Priester lernte ich, die menschliche Liebe zu lieben. … Wenn man die menschliche Liebe liebt, so entsteht auch das lebendige Bedürfnis, alle Kräfte zugunsten `der schönen Liebe‘ einzusetzen. Denn die Liebe ist schön.”

Johannes Paul II. in „Die Schwelle der Hoffnung überschreiten“

Johannes Paul II. wagt es in seinen Interpretationen eindeutig von der Heiligkeit des ehelichen Eins-werdens und der darin vorhandenen erotischen Elemente zu sprechen. Die Gegenwart der erotischen Elemente, im Hohelied, „das zum Kanon der Heiligen Schrift gehört, zeigt, dass sie und die mit ihnen zusammenhängende Sprache des Leibes ein ursprüngliches und wesentliches Zeichen der Heiligkeit enthalten“ (Kat. 109,3). So kommt die im sakramentalen Zeichen der Ehe enthaltene Sprache des Leibes, also das Ein-Fleisch-werden, in die Dimension der Heiligkeit (vgl. Kat 117b,2).